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RA , Notar a.D. C. Jupe
RAin M. Beyer-Jupe
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Aus unseren Medizinrechtsstreitfällen:

Die Patientin ist in einem großen Krankenhaus aufgenommen worden, um Gewebeentnahmen zur weiteren Diagnostik vornehmen zu lassen. Geplant ist eine entsprechend den Ergebnissen weiterführende Therapie. Die Weiterbehandlung nach dem Eingriff erfolgt mit bestimmten Medikamenten. Die Patientin ist allergisch. Trotz Hinweises wird dies bei der Verabreichung der Tabletten nicht beachtet. Die Patientin erleidet heftigste allergische Reaktionen. Die Patientenakte ist unvollständig, weil nicht alle Angaben zum operativen Eingriff eingetragen wurden.
Ferner wurden die Ergebnisse der Eingriffe bzw. der Analyse der Entnahmen der Patientin vorenthalten. Weshalb auch immer – es verschwanden Entnahmematerialien. Die Operation der Patientin war auf ärztliche Empfehlung durchgeführt worden und ist nunmehr wertlos. Aus diesen Gründen und wegen der Folgen, die die Patientin erleiden musste, wurde ihr schließlich ohne gerichtliches Verfahren nach streitiger außergerichtlicher Korrespondenz ein Schmerzensgeldbetrag in Höhe von mehreren tausend Euro zugesprochen.

(Fall: 52/12 Adl)


Eine junge Patientin wurde mit Verdacht auf Darmentzündung in einer Klinik behandelt. Sie wurde operiert und nach sehr kurzer Verweildauer im Krankenhaus entlassen. Die Entlassung erfolgte entgegen der Tatsache, dass die Patientin unter weiteren konkreten Schmerzen und erheblichen Einschränkungen litt. Sie musste schließlich nach zunehmender Verschlimmerung ihres Zustandes nochmals in ein Krankenhaus eingeliefert werden und wurde in der Folge über mehrere Wochen (!) nachbehandelt. In einem langwierigen außergerichtlichen Verfahren wurde gutachtensmäßig festgestellt, dass zum Teil erhebliche Behandlungsfehler im Hinblick auf die voreilige Entlassung der Patientin vorlagen und damit eine Kausalität für den entstandenen Schaden gegeben war. In einem Vergleich über einen fünfstelligen Betrag konnte zu Gunsten der Patientin ein Anspruch auf Schadensersatz/Schmerzensgeld durchgesetzt werden.

(Fall: 47/2010 Erdo)